Jubiläumskonferenz des Goerdelerkollegs am 12.-13. Oktober 2020: 20 Jahre Weiterbildung für Good-Governance

Mit dieser virtuell durchgeführten Jubiläumskonferenz endet das durch die Robert-Bosch-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) ausgerichtete Weiterbildungsprogramm, das nach Carl-Friedrich Goerdeler benannt ist. Das Goerdeler-Kolleg betraf zunächst Stipendiaten und Kollegiaten aus den osteuropäischen Staaten Polen, Tschechien, Ungarn, Slowakei. Nach deren Beitritt zur Europäischen Union wurde die Förderung auf die weiter östlich gelegenen Staaten erstreckt.  So wurden einschließlich 2019/2020 jährlich 20 junge Führungskräfte aus Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau, Russland, der Türkei und der Ukraine für die Umsetzung von Good Governance -Projekten in ihren Ländern gefördert. Das von Prof. Günter Verheugen als Kollegdirektor begleitete Kolleg war auf wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Weiterbildung in Good Governance und Public Innovation fokussiert. Die Kollegiaten wurden dadurch befähigt, in ihren jeweiligen Heimatländern zu nachhaltigen Veränderungsprozessen zur Schaffung von mehr Partizipation, Transparenz und rechtstaatlichen Strukturen beizutragen.

Als Enkel von Carl Friedrich Goerdeler und auch als Vertreter der Carl-Anneliese- Goerdeler Stiftung stellten Prof. Wolfgang Goerdeler sowie Marianne Goerdeler die inhaltlichen Bezüge zwischen dem Weiterbildungsprogramm und dem politischen Wirken des Namenspatrons her; hervorgehoben wurde hierbei, dass die moralische Integrität und das Bewusstsein für Menschenrechte bei jedem Einzelnen das Rückgrat von Good Governance bilden.

Es ist bedauerlich, dass dieses für nachhaltige Veränderungsprozesse in Südosteuropa stehende Förderprogramm nunmehr nach 20 Jahren ausläuft. Hoffnungsfroh stimmt aber, dass die ehemaligen Kollegiaten nunmehr in Eigenverantwortung auf der Basis von Regionaltreffen in einem partizipativen Prozess ein Goerdeler-Alumni-Netzwerk aufbauen und bereits für 2021 gemeinsame Aktivitäten planen, um weiterhin als Multiplikatoren für Veränderungsprozesse zu sorgen.

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